HDR10 & Dolby Vision kalibrieren

HDR verspricht mehr Dynamik, sieht aber auf vielen Geräten flach oder überstrahlt aus. Der Grund ist fast immer derselbe: Die EOTF trifft nicht, und das Tonemapping rät.

Für alle Geräte mit HDR10-, HLG- oder Dolby-Vision-Unterstützung – Displays wie Projektoren.

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Preis ab 499 € Professional-Paket, zzgl. Anfahrt
Formate HDR10 · HLG · DV Dolby Vision ab Premium
Zielkurve PQ (ST 2084) auf reale Spitzenhelligkeit gerollt

Wo HDR in der Praxis auseinanderfällt

Vier Fehlerbilder erklären fast alle „HDR sieht komisch aus“-Beschwerden.

  • Die EOTF trifft nicht

    HDR10 arbeitet mit einer absoluten Helligkeitskurve: Ein Signalwert bedeutet eine bestimmte Leuchtdichte. Weicht das Gerät davon ab, werden Mitteltöne zu dunkel oder zu hell dargestellt – das Bild wirkt entweder flau oder ausgewaschen. Wir messen die Kurve über den gesamten Verlauf und ziehen sie auf ST 2084.

  • Das Tonemapping rät

    Fast kein Consumer-Gerät erreicht die Spitzenhelligkeit, für die ein Film gemastert wurde. Der Rolloff entscheidet, wie Highlights komprimiert werden. Ab Werk ist er auf eine angenommene Gerätehelligkeit ausgelegt – nach der Messung auf die tatsächliche.

  • Highlights clippen

    Wenn der Rolloff zu spät einsetzt, laufen Wolken, Sonnenreflexe und Explosionen in eine weiße Fläche ohne Zeichnung. Nach der Kalibrierung bleibt die Struktur erhalten, statt bei einem festen Wert abzuschneiden.

  • Dolby Vision hat eigene Regeln

    DV arbeitet mit dynamischen Metadaten und gerätespezifischen Zielwerten – man kalibriert es nicht wie HDR10. Im Premium-Paket wird der DV-Modus separat abgestimmt, damit HDR10 und Dolby Vision nicht unterschiedlich aussehen.

Was danach anders ist

  • Mitteltöne sitzen auf der Referenzkurve – Gesichter sind nicht mehr zu dunkel in HDR-Szenen
  • Highlights behalten Zeichnung, statt in eine weiße Fläche zu laufen
  • Der Farbraum liegt innerhalb DCI-P3 statt übersättigt darüber hinaus
  • SDR und HDR wirken konsistent – kein Helligkeitssprung beim Formatwechsel
  • Dolby Vision und HDR10 sehen gleich aus statt unterschiedlich abgestimmt
  • Der Ist-Zustand ist dokumentiert und bei Firmware-Updates reproduzierbar

Welches Paket du dafür brauchst

HDR10 ist ab Professional enthalten, Dolby Vision ab Premium.

Basic

Perfektes SDR-Bild für Einsteiger

SDR

ab

399
  • Helligkeit/Kontrast Anpassung
  • 2 Punkt Weißabgleich
  • Primär-/Sekundärfarbenabgleich
  • 10/20 Punkt Weißabgleich
  • HDR10
  • Dolby Vision
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Premium

Maximaler Feinschliff inkl. DV

SDR + HDR10 + Dolby Vision

ab

599
  • Helligkeit/Kontrast Anpassung
  • 2 Punkt Weißabgleich
  • Primär-/Sekundärfarbenabgleich
  • 10/20 Punkt Weißabgleich
  • HDR10
  • Dolby Vision
Preis berechnen

Basic deckt nur SDR ab – wenn HDR dein Thema ist, ist es die falsche Stufe. Für Referenzsysteme mit internen 3D-LUTs oder Videoprozessor gibt es die separaten Referenzpakete.

Häufige Fragen

Das ist das klassische Symptom einer nicht getroffenen EOTF. HDR-Material bildet Mitteltöne bewusst niedriger ab und reserviert die Reserve für Highlights. Trifft das Gerät die Kurve nicht, wirkt das gesamte Bild zu dunkel statt nur die Spitzlichter heller. Genau das korrigiert die HDR-Kalibrierung.

Gerade da besonders viel. Weil ein Projektor die Mastering-Helligkeit nie erreicht, ist die Qualität des Tonemappings entscheidend für das Ergebnis. Die Abstimmung auf deine tatsächlich gemessene Leinwandhelligkeit ist der größte einzelne Hebel im HDR-Bild.

Die Geräte speichern getrennte Bildmodi für SDR und HDR, also werden beide separat abgestimmt. In den Paketen ab Professional ist beides enthalten – es sind keine zwei Termine und keine zwei Rechnungen.

Manchmal. Größere Firmware-Updates setzen gelegentlich Bildparameter zurück oder verändern das interne Tonemapping. Weil alle Einstellungen im Protokoll dokumentiert sind, lässt sich der Zustand aber wiederherstellen – melde dich einfach, wenn dir nach einem Update etwas auffällt.

Kontakt

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Sag uns dein Gerät – wir sagen dir, wie viel bei deiner Spitzenhelligkeit realistisch drin ist.

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